Historischer Hintergrund & Entwicklung der Zunft

Das heute von uns in der Alb-Donau-Region bewohnte Gebiet war zu Beginn der christlichen Zeitrechnung Besatzungsgebiet des römischen Weltreiches.In der römischen Provinz lebte zum damaligen Zeitpunkt der Volksstamm der Kelten. Die von den Römern besetzten Gebiete wurden durch ein mĂ€chtiges Befestigungsbollwerk, den 530 km langen Limes, gegen die in den WĂ€ldern lebenden germanischen VolksstĂ€mmen geschĂŒtzt.

Ca. 213 n.Chr. gelang es den Germanen bei wiederholten ÜberfĂ€llen jedoch, die Befestigungsanlagen zu ĂŒberwinden. In diesem Zusammenhang wurde auch erstmals von “Allemannen” gesprochen.

UngefĂ€hr bis in das Jahr 260 n.Chr. konnten die Angreifer durch die römische Besatzungsmacht wieder in die WĂ€lder zurĂŒckgedrĂ€ngt werden. Danach allerdings gelang es den “Allemannen”, mit UnterstĂŒtzung der Franken immer mehr, Land jenseits der Grenzbefestigungsanlage dauerhaft in Besitz zu nehmen. Erste Siedlungen folgten den blutigen EroberungskĂ€mpfen. Heute noch können diese Ansiedlungen an ihren Ortsnamen mit dem charakteristischen Namensende

“…ingen” erkannt werden. Ortsnamen wie Göppingen, Riedlingen oder Eggingen lassen somit auf ein langes Bestehen schließen. Die AnfĂ€nge Eggingens liegen ungefĂ€hr um das Jahr 300 n.Chr. Ein HundertschaftsfĂŒhrer namens “Ecko” ließ sich damals auf der Gemarkung am MĂŒhlbach nieder. Seine Gefolgsleute wurden als “Eckinger” bezeichnet. Aus diesem Namen entwickelte sich im Laufe der Zeit der heutige Ortsname “Eggingen”. In alten Karten kann man durchaus noch Schreibweisen wie Eckingen oder Ekingen fĂŒr den heutigen Stadtteil von Ulm finden. Im Ort selbst erinnert auch eine Strasse, die den Namen “Eckostrasse” trĂ€gt, an den “GrĂŒndervater”.

Entwicklung der Zunft

Anno domini 1986 machten sich siebzehn fastnachtsbegeisterte Egginger auf die Suche nach einer neuen, attraktiven “Fastnachtsfigur” fĂŒr die Egginger Fastnacht. In den GeschichtsbĂŒchern wurde intensiv nach einem historischen Bezug geforscht. Am Ende des Jahres 1986 war klar, dass der GrĂŒndervater der Gemeinde Eggingen, der “Ecko”, zukĂŒnftig, alljĂ€hrlich im Verlaufe der Fastnacht an die “Siedlerzeit” erinnern soll.

Mit Feuereifer wurden die ersten Masken, damals noch aus PappmachĂ©, selbst hergestellt. Die Haartracht war aus Hanf gefertigt. Ein mit Fell bestĂŒcktes JutehĂ€s bietet auch heute noch besten Schutz gegen die widrigen WitterungsverhĂ€ltnisse der Wintermonate. Ausgestattet mit seiner “Waffe”, einem Stecken, mit Schellen und Saubloder, ist er bestens gewappnet fĂŒr allerlei Schabernack wĂ€hrend der nĂ€rrischen Zeit.

Mit Hilfe des Maskenschnitzers Reinhold SchĂ€le wurde eine typische Holzlarve entworfen und realisiert. Die durch die Witterung zerfurchten GesichtszĂŒge der “mĂ€nnlichen Masken” sind, ebenso wie auch der eher barocke Ausdruck der “weiblichen Masken”, typisch fĂŒr das Erscheinungsbild der Zunft. In der Fasnachtssaison 1986/87 wurde in Oberdischingen und Lindau der “Egginger Ecko” erstmals vorgestellt. 1987 ist dann aus der Egginger Maskengruppe “Ecko” durch die Eintragung in das Vereinsregister, die “Maskenzunft Ecko Eggingen e.V.” hervorgegangen. Zum GrĂŒndungszeitpunkt hatte der Verein 22 Mitglieder und erfreut sich bis heute wachsender Beliebtheit.